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Gasthaus zum Stern in Oberammergau: "Baudenkmal von nationaler Bedeutung"

Fresko "Anna Selbtritt" an der Südfassade des Gasthofs Stern in Oberammergau.
Fresko "Anna Selbtritt" an der Südfassade des Gasthofs Stern in Oberammergau zwischen den Fensterrahmungen, die der Version aus dem frühen 18. Jahrhundert nachempfunden sind. Klicken auf die Bilder öffnet Vergrößerungen

Das "Gasthaus zum Stern" wurde bereits Mitte des 16. Jahrhunderts von einem Kloster (Kloster Ettal oder Kloster Rottenbuch) als Gasthaus erbaut und anscheinend schon bald in Privatbesitz übergeben.

Das Gasthaus zum Stern muss damals schon ein sehr imposantes Gebäude gewesen sein, wenn man bedenkt, dass der Ort zu dieser Zeit nur wenige hundert Einwohner zählte und die Oberammergauer Kirche noch ein einfacher Bretterbau war (der Grundstein für die heutige katholische Kirche St. Peter und Paul wurde im Jahr 1736 gelegt).

"Der Stern" befindet sich nachweislich seit Ende des 18. Jhd. im Besitz derselben Familie. Beim großen Gemeindearchivbrand um 1716 wurden leider sämtliche Unterlagen über das "Gasthaus zum Stern" vernichtet.

Anlässlich der Restaurierung der Außenfassade im Jahre 2002/2003 wurden im Rahmen sehr komplizierter Befunduntersuchungen unter etlichen Farbschichten Fassungen von Fensterrahmungen entdeckt, die, aufgrund des verwendeten Materials und Stils, auf das tatsächliche Alter des Gebäudes schließen lassen.Der Fund der ersten Bemalung wurde auf die Zeit um 1570 geschätzt. Die Fensterfassungen, die heute am Gebäude zu sehen sind, wurden nach einer Vorlage eines Farbschichtenfundes aus dem frühen 18. Jahrhunderts (ca. 1710) originalgetreu restauriert. Die ursprünglichen gemalten Fensterumrahmungen wurden unter einem Edelstahlgitter und einer neuen Putzschicht belassen, um sie aus denkmalschützerischen Gründen erhalten zu können.

Ebenfalls wurde bei diesen Befunduntersuchungen, unter acht Farbschichten, das Fresko an der Südfassade entdeckt. Dieses Fresko "Anna Selbtritt" stammt aus der Zeit ebenfalls um 1710 und ist fast vollständig im Original erhalten geblieben. Es wurde lediglich gereinigt und konserviert. Der/die Künstler war(en) vermutlich Johann Jakob und/oder Sebastian Würmseer, damals sehr bekannte Lüftlmaler, die aber anscheinend durch die Ära Franz Seraph Zwinck fast in Vergessenheit geraten sind (besuchen Sie doch einmal die Kirche in Unterammergau).

Aufgrund des Erhaltungszustandes bezeichnet das Landesamt für Denkmalschutz das Gasthaus zum Stern in Oberammergau als "Baudenkmal von nationaler Bedeutung".